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Welche Rolle spielt Wissenschaft für gesellschaftliche Transformationen? – Neue Ausgabe von Ökologisches Wirtschaften zu transformativer Wissenschaft erschienen

Die Bedeutung von Forschung und Wissenschaft für gesellschaftliche Transformationen hat in der modernen Gesellschaft kontinuierlich zugenommen. Die Rolle der Wissenschaft war dabei jedoch ambivalent: Sie hat sich letztlich sowohl als problemlösende wie auch als problemgenerierende Instanz erwiesen. Infolge der erheblichen ökologischen Herausforderungen, die sich insbesondere im Rahmen des Klimawandels ergeben, wird der Wissenschaft zunehmend eine Schlüsselstellung für die Lösung globaler Umweltprobleme zugeschrieben. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) hat mit seiner Forderung nach einer transformativen Forschung für die deutsche Diskussion einen wesentlichen Impuls gesetzt. In seinem letzten Hauptgutachten „Welt im Wandel: Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“ thematisierte der WBGU die Rolle der Wissenschaft im Kontext der anstehenden Transformation und beförderte die Diskussion um die Zukunft der Nachhaltigkeitsforschung. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Ökologisches Wirtschaften greift dieses Thema auf und gibt einen Überblick über aktuelle Debatten zu den Möglichkeiten und Grenzen transformativer Wissenschaft.

Das WBGU-Bild einer „Großen Transformation“ greift dabei Kritikpositionen und Fragestellungen auf, die spätestens in den 1970er Jahren unter dem Stichwort „Ökologische Krise“ auf die wissenschaftliche und gesellschaftliche Agenda gesetzt wurden. Thomas Jahn, Sprecher der Institutsleitung des ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung, und R. Andreas Kraemer, Geschäftsführer des Ecologic Instituts beschreiben in ihrem Beitrag „Wegbereiter der Nachhaltigkeitsforschung“ wie zahlreiche unabhängige Forschungsinstitute seitdem an der Lösung dieser Fragestellungen arbeiten.

Ökologisches Wirtschaften ist die wissenschaftliche Zeitschrift zu sozial-ökologischen Wirtschaftsthemen. Das interdisziplinäre Magazin beinhaltet Themen an der Schnittstelle zwischen Ökonomie und Ökologie und fragt nach den politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen einer nachhaltigen Wirtschaftsweise.

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