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ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung: Bewertung durch den Wissenschaftsrat

v.l.n.r.: Diana Hummel, Engelbert Schramm, Thomas Jahn (Foto: ISOE)

Der Wissenschaftsrat hat heute seinen Bericht zur Evaluation des ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung veröffentlicht. Darin wird dem ISOE eine zentrale Rolle in der Nachhaltigkeitsforschung zugesprochen und mit der Frankfurter Sozialen Ökologie ein anspruchsvolles Forschungsprogramm anerkannt. Das ISOE ist ein unabhängiges, außeruniversitäres Forschungsinstitut in Frankfurt am Main. Es habe, so der Wissenschaftsrat, wesentlich zur Etablierung und Weiterentwicklung der sozial-ökologischen Forschung in Deutschland beigetragen.

„Wir verstehen die insgesamt sehr gute Bewertung unserer Arbeit auf den Gebieten Forschung, Lehre, Transfer und Beratung als Auftrag, unsere inhaltlichen wie auch unsere Methodenkompetenzen auf hohem Niveau weiterzuentwickeln“, sagt der Sprecher der Institutsleitung und Mitbegründer des ISOE, Thomas Jahn. „Die Empfehlungen des Wissenschaftsrates bestätigen den Entwicklungsplan des ISOE, unsere Grundlagenforschung weiter zu stärken und zugleich unsere Beratungstätigkeit zu intensivieren.“
„Die dem ISOE vom Wissenschaftsrat zugesprochene Pionierrolle in der Nachhaltigkeitsforschung wollen wir auch in der Zukunft wahrnehmen“, sagt Jahn. Der Entwicklungsplan des ISOE sehe unter anderem den Ausbau der nationalen und internationalen Kooperationen vor und eine Fokussierung auf die Forschungsfelder Integrierte Wasserforschung, Angewandte Lebensstilforschung in den Bereichen Klimaschutz, Energie und Mobilität sowie Sozial-ökologische Biodiversitätsforschung.
Als Alleinstellungsmerkmal bewertet der Wissenschaftsrat die Kompetenz des ISOE in der Verknüpfung von Theorie und Praxis. Das Institut setze das Konzept der Transdisziplinarität überzeugend um und stelle so handlungsrelevantes Wissen für Akteure bereit, heißt es im Bericht des Wissenschaftsrates. Das ISOE hat den transdisziplinären Forschungsmodus konzeptionell und methodisch ganz wesentlich geprägt: Er verbindet unterschiedliche Wissensformen und Disziplinen miteinander und beteiligt Akteure aus Gesellschaft, Politik und Wirt-schaft am Forschungsprozess. Der Qualitätssicherung und Weiterentwicklung transdisziplinärer Methoden ist ein eigens dafür eingerichteter Forschungsschwerpunkt gewidmet.

Innovative Methodenarbeit, zukunftsfähige Forschungsthemen und Kooperationen

Der sozialempirischen Lebensstilforschung des ISOE wird insbesondere in den Forschungsschwerpunkten „Energie und Klimaschutz im Alltag“ sowie „Mobilität und Urbane Räume“ ein hohes Niveau attestiert. Am Beispiel des deutsch-namibischen Forschungsprojekts CuveWaters würdigt der Wissenschaftsrat die Beiträge des ISOE zur Weiterentwicklung der Wasserforschung. Es zeige zudem die Anschlussfähigkeit seiner Methodenarbeit an zukunftsrelevante Fragen, etwa die nach der Anpassung an den Klimawandel. Vor dem Hintergrund des weltweit wachsenden Drucks auf die Süßwasserressourcen entwickelt das ISOE in mehreren Forschungsprojekten in Afrika nachhaltige Wassernutzungsstrategien.
Der Wissenschaftsrat unterstreicht die Bedeutung des ISOE als strategischer Partner und Impulsgeber im Frankfurter Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F). Das ISOE ist Gründungsmitglied in BiK-F. Es bringe nicht nur erfolgreich seine sozial-ökologische Perspektive in das inzwischen zur Leibniz-Gemeinschaft gehörende BiK-F ein, sondern beweise auch Offenheit für neue Forschungsthemen. Der Wissenschaftsrat hebt zudem die Kooperation mit der Frankfurter Goethe-Universität hervor. Hier leiste das ISOE wichtige Beiträge, sowohl in der Forschung als auch in der Hochschullehre und der Ausbil-dung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Den Auftrag zur wissenschaftlichen Evaluation des ISOE hatte das Hessische Ministerium für Bildung und Forschung (HMWK), das das ISOE mit einer institutionellen Förderung unterstützt, im Mai 2014 erteilt.

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Die Stellungnahme des Wissenschaftsrates zum ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung finden Sie hier.

Die Pressemitteilung als PDF finden Sie hier.

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